Die ersten knapp 1000 km mit dem Niro PHEV
Der Kauf:
positiv:
Der Kauf lief von Seiten des Händlers ohne Probleme ab.
Einzige Verzögerung trat durch die Versicherung auf. Das war ein hausgemachtes Problem.
Pünktliche Lieferung, Erklärungen bei Übergabe waren kaum nötig, auch wegen der guten Vorbildung hier durchs Forum.
negativ:
Das Laden:
positiv:
Funktioniert bei mir bestens. Ängste wegen heißer Außensteckdose erwiesen sich als unbegründet. Stecker bleibt kalt.
Angegebene Ladezeiten durch Kia als auch durchs Auto angezeigt stimmen relativ genau.
Abweichungen von kleiner 5 min.
Kabel lässt sich jederzeit vom Auto trennen, wenn man am Schlüssel die Türen öffnet.
negativ:
Schnellladen leider nicht möglich. Schont zwar den Akku aber manchmal bräuchte man es.
Leider muss man, um die Restladezeit zu sehen, immer die Tür öffnen. Verschmerzbar.
Besser wäre die nackte Zahl auf dem großen Navi Display.
Der Innenraum:
positiv:
Der Innenraum ist nach meinem Empfinden warm und nicht Racing like gestalltet.
Die Sitze sind bequem und Lenkrad als auch die Lederpolsterung fassen sich angenehm an.
Die erhöhte Sitzposition ist für mich gewöhnungsbedürftig aber nicht unangenehm.
Das Platzangebot (Fahrer/Beifahrer) als auch im Fond ist gut und ausreichend.
Der Kofferraum für mich ausreichend zumal man die Lehne schnell umlegen kann, wenn man
die Abdeckung vorher entfern. Sie steht bei mir im Abstellraum.
negativ:
Für nicht Technikliebhaber zu viele Knöpfe auf dem Lenkrad. Die Bedienelemente in der Tür sind im Dunkeln schlecht zu erkennen. Nach Gewöhnung vielleicht durch Tasten aufzufinden.
Das Frei Hand tippen am Navi führt zu Fehltippen. Da finde ich die Lösung bei Mercedes mit aufgelegtem Arm und Joystick Funktion besser. Muss man sich eben umgewöhnen.
Zu wenig Platz zwischen Bodenblech und Fußfeststellbremse.
von Außen:
positiv:
Nicht vordergründig als Stromer zu erkennen. Gefällige Optik ist aber Geschmackssache.
Mir gefällt er. Besonders das bullig anmutende Heck.
Schließen und Öffnen mit Keyless Go eben wegen des zusätzlichen drücken des Türgriffs cool weil man sich daran gewöhnt, dass Auto verschlossen zu verlassen..
negativ:
Die Felgen sind nicht mein Fall(Geschmackssache). Heckklappe lässt sich nur mit dann schmutzigen Händen öffnen.
Motorisierung:
positiv:
Völlig ausreichend. Wer mehr braucht, direkt ein EV kaufen. Herrliches Fahrgefühl dieses scheinbare Gleiten. Versprochene Reichweite bei sparsamen Fahren und ein wenig Mühe geben erreichbar. Bei mir zwischen 54 und 58 km auch bei Kälte.
Bei 120 km/h auf der Autobahn reduziert sich die Reichweite deutlich.
Mein durchschnittlicher Verbrauch liegt derzeit bei 11,53 KWh/100km und 1,6L/100km.
Daraus ergeben sich für mich 5,80€/100km. Das liegt etwas unter dem, was ich vorher mit einem sparsamen Diesel fuhr. Cooles Anfahrgeräusch im EV Betrieb.
negativ:
Motor dreht mir zu hoch im Hybrid- Modus. Das geht mit einem Benziner auch sanfter.
Dies passiert auch bei sehr verhaltener Fahrtechnik.
Heizungssystem ist nicht durchdacht. Eine elektrische Heizung würde Reichweite kosten(wenn während der Fahrt betrieben). Kleiner Zusatzheizer (Standheizung) wäre prima.
Fazit:
Eins vorweg. Ich bereue den Kauf nicht. Ich betrachte den Kauf sicher unter anderen Gesichtspunkten als so manch anderer hier im Forum. Dies ist für mich in allen Belangen ein gutes solides Zweitauto. Für Langstrecken und die Autobahn ist er sicher nicht geboren aber man kann sie nutzen, Dank Hybrid. Welches Auto wie zu einem passt hängt auch immer vom Budget ab. Für mich war klar, dass ich die elenden Stadtfahrten in Berlin damit mit Spaß bewältigen kann. Was gibt es schöneres, als darauf zu warten nochmal zum Kunden „segeln“ zu dürfen oder seine Frau abends von der Arbeit abzuholen? Das Glücksgefühl abends nochmal losfahren zu dürfen und sich sogar zu freuen, ja das ist mir dieses Auto wirklich wert. Ich gebe es zu, es ist nicht gerade preiswert aber immer noch der günstigste PHEV am Markt. Wenn der Niro EV wirkliche 380 km schaffen sollte tausche ich sicher nach zwei Jahren.